Johannes Brahms: EIN DEUTSCHES REQUIEM op. 45
Sa, 9. Oktober 2010, 19.30 Uhr, Carabinierisaal der Residenz zu Salzburg, Residenzplatz 1
So, 10. Oktober 2010, 18.00 Uhr HOHENEMSER CHOR- UND ORGELTAGE
In einer EIGENVERANSTALTUNG bringt der Salzburger Bachchor am 9. Oktober 2010 im Carabinierisaal der Residenz zu Salzburg Johannes Brahms' wohl berühmtestes und bedeutendstes Vokalwerk in der Fassung für Soli, Chor und Klavier zu vier Händen zur Aufführung. "Ein Deutsches Requiem" ragt unter allen auf den Tod Bezug nehmenden Kompositionen ganz besonders heraus, widmete es Brahms doch nicht in erster Linie den Verstorbenen. Sein Bemühen galt vor allem dem Trost der Hinterbliebenen.
Der Salzburger Bachchor singt unter Leitung seines Künstlerischen Leiters Alois Glaßner. Als Solisten sind Tünde Szabòki und Josef Wagner zu hören, am Flügel nehmen Mari Ota und Eung-Gu Kim Platz.

Karten für das Gastspiel bei den Hohenemser Chor- und Orgeltagen erhalten Sie über die Internetseite www.orgeltage.at

Vierzehn Jahre dauerte es, bis Johannes Brahms die Arbeit an seinem Requiem vollendet hatte. Im Alter von 21 Jahren begann er die Komposition mit jenem Trauermarsch, der in der vorläufig endgültigen Fassung 1866 als zentrales Thema aufscheint. Seine heutige Gesamtform erhielt das Werk dann 1868, indem Brahms noch das Sopransolo einfügte.

Die Klavierfassung schuf Brahms im Jahr 1871 und bereitete dem Werk damit einen unvergleichlichen Siegeszug. Diese kammermusikalische Version eröffnet eine neue dynamische Dimension und macht so Klangschichten hör- und erlebbar, die sich in der großen Orchesterfassung nicht erschließen.

Als Solisten konnte der Salzburger Bachchor mit Tünde Szabóki und Josef Wagner zwei routinierte Künstler verpflichten. Die ungarische Sopranistin ist Ensemblemitglied an der Staatsoper ihrer Heimatstadt Budapest , der aus Wien stammende Bass-Bariton Josef Wagner ist neben seinen regelmäßigen Auftritten an der Wiener Volksoper gefragter Solist auf internationalen Opern- und Konzertbühnen. Mit Mari Ota und Eung-Gu Kim nimmt ein Klavierduo am Flügel Platz, das sowohl solistisch als auch als Ensemble bereits international einen hervorragenden Ruf genießt und sich darüber hinaus als Duo insbesondere der Erarbeitung von Transskriptionen von Werken aller Epochen für zwei Pianisten widmet. Am Dirigentenpult steht Alois Glaßner, der dieses Werk bereits in verschiedensten Besetzungen sowohl in Konzertsälen als auch Kirchen zum Erklingen brachte.

Als Einleitung zu Brahms' Requiem erklingt dessen Motette "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen" op. 74,1 , die er in seinen Wiener Jahren zwischen der 2. Sinfonie und seinem Violinkonzert auf Grundlage des musikalischen Materials des Benedictus aus seiner "Missa Canonica" von 1856 schuf.

Karten zu € 35, 28 und 21 (StudentInnen € 8) sind an der ABENDKASSE ab 18.30 Uhr erhältlich.

Reservierte Karten können an der Abendkasse bis 30 Minuten vor Beginn abhgeholt werden.