Felix Mendelssohn-Bartholdy: ELIAS op. 70
Sonntag, 4. Mrz, 11.00 Uhr, Groes Festspielhaus
"Elias op. 70"Felix Mendelssohn-Bartholdys Oratorium nach biblischen Texten aus dem Alten Testament erklingt in einer Sonntagsmatinee im Großen Festspielhaus in Salzburg. Als Solisten im Konzert des Mozarteumorchesters Salzburg stehen Sylvia Schwartz, Bernarda Fink, Michael Schade und Florian Boesch auf der Bühne. Unter der Leiteung von Ivor Bolton gestaltet der Salzburger Bachchor den differenzierten und vielfältigen Chorpart.
Von der Figur des Propheten Elias aus dem 1. Buch der Könige im Alten Testament fasziniert, begann Felix Mendelssohn-Bartholdy im Jahr 1837 konkret über eine Vertonung des Stoffes nachzudenken. Nach anfänglichen Arbeiten am Libretto ruhte die Arbeit allerdings für einige Jahre, bis eine Einladung des Musikfestivals Birmingham wieder Schwung in die Komposition des Oratoriums brachte. Zur Uraufführung des Werkes kam es schließlich am 26. August 1846 in Birmingham. Aufgrund des vorangegangenen Zeitdrucks überarbeitete Mendelssohn seinen "Elias op. 70" gleich nach dem ersten Konzert.

Der Salzburger Bachchor tritt in Mendelssohn Elias in mehreren Rollen auf, als Volk Israel, als Baalspriesterschaft bzw. als Chor der Seraphim. Die im 19. Jahrhundert immer größer gewordenen Singvereine erlaubten Mendelssohn, den Chor auf eine ganz neue musikalische Weise einzusetzen. Mendelssohn selbst spricht in einem Brief an seinen Freund Karl Klingemann von „recht dicken, schweren und vollen Chören“. Die Reaktion des Publikums und der Kritiker auf die Uraufführung war durchwegs positiv, das Publikum forderte nach der dreieinhalbstündigen Vorstellung mehrere Zugaben.