Schubert in Gastein: Messe Nr. 4 C-Dur 452
Bcksteiner Kirchen/Bad Gastein, 15. September 2013, 10.00 Uhr
Das Kulturfestival „Schubert in Gastein“ ist eine Hommage an einen der berühmtesten österreichischen Künstler: Franz Schubert. Die Camerata Salzburg sowie der Salzburger Bachchor unter Gérard Korsten mit Solisten des Young Singers Projects der Salzburger Festspiele 2013 werden am Sonntag, 15. September um 10.00 Uhr den Sonntagsgottestdienst in festlich musikalisch gestalten. Der Eintritt ist frei. 

Als Chorsänger im Knabenalter wuchs Franz Schubert mit Kirchenmusik auf und war dann auch schon in seinen ersten Jahren als Kompo- nist mit Messen im Auftrag von Wiener Pfarren erfolgreich. Das Verhältnis des in liberalen, gegen die alten Institutionen aufbegehrenden Kreisen verkehrenden Musikers blieb sein kurzes Leben lang gespalten. Der romantische Traum von einer „besseren Welt“ wirkte sich im Religiösen in einer schwärmerischen Verklärung des Göttlichen aus, was man dem mystisch-hymnischen Tonfall von Schuberts „Sanctus“-Vertonungen oder auch Liedern wie etwa jenem von der „Allmacht“ Gottes, das Schubert in Gastein komponierte, anhört. Seine Messe in C-Dur schrieb Schubert als 19jäh- riger für die Wiener Pfarrkirche Lichtental, sie wur- de aber zu seinen Lebzeiten noch mehrfach wie- deraufgeführt, so auch im Spätsommer 1825 in der Wiener Pfarrkirche St. Ulrich zum Feste Maria Geburt. Damals befand sich Schubert gerade auf der Rückreise von Gastein. Nunmehr erklingt die Messe in Gastein in der Böcksteiner Kirche „Maria vom guten Rat“ unter dem Fresko eines Marien-Gnadenbildes im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes. Das Sopransolo des Benedictus dürfte Schubert für seine Jugendliebe Therese Grob komponiert haben.